25.03.2006
Papier … Himmel hilf
Ich stelle gerade fest, dass ich auf Papier nicht mehr eingerichtet bin. Alles fing damit an, dass ich für eine Vorbesprechung mit dem neueren Farbdrucker etliche Screenshots ausgedruckt hatte und vergessen hatte eine Ersatzpatrone bei Zeiten zu besorgen. Die Gelegenheit den guten alten Canon BJC 7000 aus dem Regal zu holen und die beiden Farbpatronen, die aus einer vergessenen Umzugskiste kürzlich aufgetaucht waren zu verbrauchen.
Im Moment nudelt er jedes Bit einzeln aus … ob ich diese Patrone bis zur Neige ge- und verbrauchen will, beginne ich zu bezweifeln. Zig Mal bin ich nun schon um den Schreibtisch gelaufen und habe den auf einem Stuhl provisorisch aufgebauten Drucker bedient. Er kann einen zum Verzweifeln bringen. Ein Umstand, dem es zu verdanken ist, dass ich bereits beschloß das Handbuch eben in Schwarzweiß zu drucken und nur das Cover in Farbe … so von wegen der Optik.
Ich bin gespannt wann der Drucker es nun schafft, das CD-Label korrekt justiert auszudrucken. Ich bin beim 4ten Bogen angekommen und es ist mir eine Lehre. Wenn ich nicht über einen Dienstleister stolpere, dem man PDF-Daten und Software zusenden kann und jener Seller macht daraus dann eine hübsche Schachtel für die, die etwas Handfestes wollen, habe ich das allerletzte Mal ja zu CD und Handbuch gesagt. Die 20 Euro Aufwandsentschädigung decken weder Materialkosten noch Arbeitsaufwand, wenn es so weiter geht. Um der Wahrheit genüge zu tun: Den Arbeitsaufwand hat es längst gesprengt und ich koche innerlich.
Zumal ich selbst vermutlich bei dem was ich, wenn es denn vielleicht irgendwann einmal fertig ist, aussende, reichlich pikiert reagierte, würde mir ein Unternehmen derlei zusenden. Naja … ich komme nicht wirklich mehr in die Verlegenheit, diese Erfahrung zu machen, denn wenn es nur irgend geht, vermeide ich es Papier und Verpackungsmaterial zu erwerben. Ich bin also seelig, wenn ich die Daten einfach in meinem Postfach finde und in mein System von Datenarchivierung integrieren kann. Dann wird es bei den verschiedenen Gelegenheiten des Backups auf eine CD gebrannt und handschriftlich mit einem Vermerk versehen.
Wäre der Quatsch nicht mit der Signatur, ich würde mit Sicherheit auch schon keine Papierrechnung mehr versenden. Pardon … es scheint ich muss mich um LPT1 kümmern … es wird ein Fehler rückgemeldet … pardon Schätzelchens, liebe Bytes, der olle Drucker hat seinen internen Speicher voll und kann nicht schneller … *seufz*
Nachtrag … na bravo. Der Job hängt und lässt sich nicht löschen. So kommt doch tatsächlich nun der Rechner zu einem Reboot. hahaha. Ich komme mir vor wie anno dunnemals.
Viele Stunden später: So nun ist er endlich im Briefkasten und ich musste noch feststellen, dass ich jetzt noch 5 x 1 Cent-Briefmarken brauche. Na Bravo. Für diese eine Sendung habe ich überfrankiert, denn wenn man wirklich nur noch Rechnungen verschickt, sieht es Mau aus mit passenden Briefmarken. Wenigstens hatte ich noch ein Briefchen mit 45er Marken, also nur 10 Cent und nicht 20 Cent zuviel … pfffh. Mann, Mann, Mann was’n Umstand.
Filed under: Kaffeetscherl
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