Meta-Tags, Tagging und Tagclouds zur Sitestrukturierung

Silke Schümann wrote this 12:16:

Webspacken, wie die Spammer und “Marketing-” bzw. Werberowdies, machen in wenigen Monaten jeden Ansatz das Netz Semantisch zu strukturieren zu nichte. So vernichteten sie einst eine sinnvolle Methode Seiten mit Metainformationen auszustatten. Meta-Keywords spielen heute keine Rolle bei Suchmaschinen mehr. Es ist schnuppe, ob man diese hat oder nicht. Wenn die Meta-Keywords keine Rolle mehr spielen, könnte man diese auch weglassen, oder?

Ja, Keywords im Header kann man weglassen oder aber neu greifen, das heißt genaugenommen sie in ihrem ursprünglichen Sinne wiederentdecken.

Dieser Beitrag handelt z.B. von Usability und dessen Kumpel Accessibility. Ich erwähne diese beiden Begriffe, weil sie für den Inhalt nicht notwendiger Weise Verwendung finden müssen. Doch wenn ich einen Bereich in meiner Website habe, der sich mit diesen themen befasst, dann sollte dieser Beitrag nicht fehlen. Was also tun?

Die Meta-Ebene

Statt die Lesbarkeit eines Artikel mit Gewalt mit Füßen zu treten und Begiffe der Metaebene mit aller Gewalt in die Texte einzubauen, kann man diese wieder ihren alten Platz zuweisen. Die Meta-Ebene ist eine beschreibende Ebene, sie gibt Auskunft, worum es sich bei dem Text handelt, z.B. um einen Fachartikel über die Meta-Ebene und den Möglichkeiten diese mit der neuen Techniken, dem Tagging in Verbindung zubringen und diese bei der Gestaltung der Tagcloud aktiv einzusetzen.

Was ist eine Tagcloud?

TagcloudEine Tagcloud ist eine Liste, die Begriffe nach ihrer Gewichtung optisch hervorhebt, im Übrigen diese aber nach ihrem ersten Auftauchen oder alphabetisch nacheinander listet. Durch diese optische Hervorhebung werden gleich zwei Informationen in einer Liste vermittelt. Hierbei ist verständlicherweise die Listung in alphabetischer Ordnung die häufigere.

Tagging wird dazu verwendet die Site zu indizieren und diesen Index auch in siteübergreifenden Datenbanken bereitzustellen, wie z.B. in Technorati.

Nun sind Links ein wichtiger Indikator für die Bedeutung einer Seite. Das heißt, wenn eine Seite mit einem Begriff verlinkt wird, so wird dieser Begriff dem Text zugeordnet. Also auch für Suchmaschinen, die diese Verschlagwortung noch nicht aktiv als Tagcloud Popularitätsindikator[1], wie bei Technorati nutzt, sind diese Tagclouds ein wichtiger Indikator über den Inhalt der Seite, denn der Metabegriff weist erleichtert die Indizierung.

Das Dumme an dieser Nutzung, die Webspacken, die schon die Meta-Keywords sinnbefreiten, werden auch diesen löblichen Versuch etwas Semantik in das Netz einzuführen ad absurdum führen.

Doch das sollte einen nicht davon abhalten seine eigene Site mit validen Instrumenten der Strukturierung auszustatten.

Meta-Tag bzw. XML-Deklaration und Tagging zur Sitemap

So kann man über die Meta-Tags noch weitere Angaben zur Site Treffen und diese über eine Sitemap und Tagscloud zur Verfügung stellen. Nehmen Sie an, Ihr Besucher ist an all ihren Fachartikeln interessiert. Sie können also die Metatags, die schon früh wie XML-Deklarationen genutzt wurden, dazu verwenden, zusätzliche Sortierkriterien zu ergänzen und diese über PHP auszuwerten. Niemand hindert ihren gerade sehr positiv gestimmten Seitenbesucher, der gefunden hat, was er sucht mit zum Fachartikel passenden Shopartikeln zubewerben. Natürlich kann man auch gleich XML-Files/-Deklarationen zur Sitestruktur einsetzen und diese auswerten. Hier kommt es vorallem darauf an, für welches System und welchen Doctype sie diese zur Verfügung stellen. In HTML 4.01 empfehlen sich Metaangaben. Bei XHTML 1.0 strict dürfen dies schon XML-Deklarationen sein.

In jedem Fall aber sollte man Meta-Tags nicht verteufeln, nur weil diese für Suchmaschinen keinerlei Relevanz mehr zeigen. Es ist nicht einzusehen, dass man eine Meta-Ebene NICHT in ihrer ursprünglichen Funktion zur Sitestrukturierung nutzt. Und hierfür zulässiger Weise eben auch eigene Attribute deklariert und zu diesen Attributen auch eine begrenzte Liste definitert, wie z.B. Publikationsformen um wie in dem Beispiel Fach- von Shopartikeln zu trennen.

Bedenken Sie, ein verärgerter Seitenbesucher hat bei unzutreffenden Ergebnissen schon das erste “Nein” zu ihren Angebot gedacht. Eine Verkaufsregel in Verkaufverhandlungen lautet, sammel kleine jas um so zu letzten Ja zu kommen. “Gebongt! Ja kaufe ich!”

In diesem Sinne — nutzen wir (trotz der Webspacken) die Webtechniken und nutzen wir sie mit Sinn und Verstand um das Netz oder doch wenigstens die eigene Website benutzbarer, besser zu machen.

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5 Responses to “Meta-Tags, Tagging und Tagclouds zur Sitestrukturierung”

  1. » Tags zur Strukturierung einer Website — cne _LOG Archiv Says:

    [...] Silke Schümann hat in ihrem Templaterie-Blog einen wunderbaren Artikel über Tags als Seitenstrukturierung geschrieben und erklärt, wie man so seine Website benutzbarer machen kann: Meta-Tags, Tagging und Tagclouds zur Sitestrukturierung [...]

  2. Boris Says:

    Sofern ich das richtig nachvollzogen habe, würde es folglich Sinn machen, die entsprechende Funktion eines (z.B.) WordPress-Tagging-Plugins zu nutzen, um die vergebenen Tags zu einem Artikel auch in das entsprechende Header-META-Tag “keywords” der generierten Seite einfügen zu lassen. Worauf in der Folge der “normale” Blog-Loop (die Startseite) sinnvollerweise automatisch die gesammelten Tags aller sichtbaren Artikel erhielte.

    Was ganz nebenbei wiederum auf den Umstand verweist, dass Tagging eine durchaus anspruchsvolle Angelegenheit ist, die nicht einfach en passant und ohne Bedacht betrieben werden sollte.

  3. Silke Schümann Says:

    Sicherlich nicht alle, aber wenn man darüber noch eine Gewichtung erzeugen kann. Stichworte des Taggings 1:1 in die Metakeywords zu übernehmen, wäte albern.

    Die Meta-Tags aber wie XML-Deklarationen zu verwenden um die Site besser zu strukturieren und für eine interne Katalogisierung einzusetzen macht sehr viel Sinn. Die Verwendung eines Indizierungssystems, das sich keiner natürlichen Sprache bedient, ist dabei ebenso denkbar wie die Ausweitung über Meta-Keywords mittels eigener Meta-Tags. Dublin core ist dabei nicht die schlechteste Richtiglinie, an derer man sich entlangarbeiten kann.

    Die Tatsache, dass Meta-Tags von Suchmaschinen ignoriert werden, gibt eine große Freiheit, wie diese Meta-Tags genutzt werden. Man kann sich u.a. per Selbstverpflichtung zusammenschließen und die Meta-Tag-Ebene standardisiert verwenden um mehr Semantik ins Netz zu bringen.

    Allerdings je mehr sich selbstverpflichten, desto mehr Dämlacks werden versuchen diesen Umstand auszubeuten.

  4. » SEO-Plugin für Editland und Tagging Says:

    [...] Neben einigen Templates wird es in den nächsten Tagen ein neues Plugin für Editland geben : das [SEO-Plugin]. Nun ja – es liegt in den letzten Zügen seiner Vollendung ;-) und wie das eben immer so ist. Hier noch was und da noch was – Kleingkeiten läppern sich doch auch manchmal zusammen und auch schon wieder neue Ideen. Es gib tja nichts, was nicht irgendwie machen, erstllen, verbessern könnte. Aber der Kern des Plugins steht fest, funktionier – sitzt, passt, wackelt und hat Luft. An dieser Stelle ein Danke an [Ingo Turski], der die Idee und Konzeption in PHP umgesetzt hat undauch einen schönen Gruß an [Silke Schümann], die mit Ihrem [Weblog-Beitrag über Tagging] die Idee bestärkte. [...]

  5. Zerokönig Says:

    Hi Leute,

    sagt mal, wie viele Metatags gibt es überhaupt?

    Hab nämlich eine Seite gestartet, die unter anderem alle Meta Tags auflisten soll, habe aber bis jetzt nur 43 unterschiedliche entdeckt.

    Die Seite lautet www. html-segmente .de, geht dann anschließend auf “Meta Tags”

    [Editiert durch Admin: Die Adresse ist nicht erreichbar. Und wer sich mit Meta-Tags beschäftigt, weiß, dass es unendlich viele gibt. Weil Meta-Tags selbst definiert werden können. Welche der Bots, Browser oder Applikationen interpretieren ist dann wieder eine Frage des Bots, des Browsers oder der Applikation. Damit ist für mich der Autor eine sogenannte Linkschlampe (Keine Beleidigung beabsichtigt), also jemand, der Blogs abgrast nicht um sich am Dialog zu beteiligen sondern Links zu erschleichen. Ich bin in diesen Fällen immer hin und hergerissen, ob ich den Autor dem Spamfilter zum Fras vorwerfen soll oder einfach nur löschen. Heute entferne ich einfach den Link und editiere.]

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