Die Frontpage-Fraktion

Silke Schümann wrote this 19:37:

Es ist Wahnsinn, wie groß mittlerweile die Knowhow-Unterschiede sind.

  1. <td class="weiss"><id="listmenu0"><span class="active">Startseite</span>
  2. <a href="index.php?c=mailer&s=kontakt">Kontakt</a>
  3. </td>

Dies mag ein Flüchtigkeitsfehler gewesen sein. Aber wenn im Kampf mit der Liste der Navigation, die Frage nach den Abständen nicht gelöst werden kann und der Supportsuchende nichts anfangen kann mit Paddings und Hintergründen in Listenelementen und man schließlich dem folgenden Quelltext begegnet:

  1. <td class="rot"> <ul id="listmenu1"><a href="index.php?s=test1">Test 1</a>
  2. <a href="index.php?s=test2">Test 2</a>
  3. <a href="index.php?s=test3">Test 3</a>
  4. </ul></td>

… dann weiß man einfach, dass hier wesentliche Grundlagen für Webdesign fehlen. Vertrauen Sie dem Rat einer erfahrenen Berufskollegin, nehmen sie ihren Schulungsbedarf nun sehr sehr ernst. Sie haben viel aufzuholen und es ist kein böser Wille, wenn man von manchen Techniken an dieser Stelle gründlich abrät, die schlicht Knowhow erfordern.

Der Endkunde hat noch kein Gefühl für die Unterschiede zwischen Tabellendesign und tabellenloses Design. Noch kann man mit den Arbeiten aus dem Webeditor seinen Lebensunterhalt bestreiten und wer weiß, die nächste Generation der Webeditoren ist vielleicht ja schon auf dem Weg und man kann sich das Erlernen der neuen Techniken sogar sparen.

5 Responses to “Die Frontpage-Fraktion”

  1. creisi Says:

    > und man kann sich das Erlernen der neuen Techniken sogar sparen

    Dann sollte man sich aber überlegen, ob man den richtigen Beruf hat, wenn man sich das Erlernen neuer Techniken sparen will. Die Techniken gehören nun mal zu den Basics, und die entwickeln sich weiter. Im Internet genauso wie in vielen anderen Gebieten. Selbst wenn die nächste Generation der Webeditoren viel mehr können sollte, muss man die Technik kennen und verstehen. Webeditoren sind immer nur ein Werkzeug. Aber das Werkzeug alleine macht noch keinen Handwerker.

  2. Silke Schümann Says:

    Ich kann auch nicht verstehen, wie man als Webdesigner, der sein Geld mit Seitenerstellung verdient, sich so wenig mit HTML beschäftigt, dass man diese Fehler übersieht, aber mir sind nun schon einige begegnet, die die HTML-Ansicht ihres Webeditors nicht zu interessieren scheint.

    Ich bin auch erstaunt, wie oft ich nun schon unter Berufung auf die Einfachheit von Editland mir anhören durfte, dass Editland plötzlich nicht mehr einfach sei, oder von mir erwartet wurde, dass ich HMTL und CSS erklären solle, damit man Editland-Templates erstellen könne.

    Ich kann nachvollziehen, dass tabellenloses Webdesign einen am Anfang in den Wahnsinn treibt. Ging mir in den ersten sechs Monaten nicht anders und ich durfte mir damals noch den Luxus gönen immer wieder unter Hinweis, dass die CSS-Fraktion der Webdesigner totale Spinner sind. Es dauert in der Regel etwas bis der Groschen fällt.

    Wobei wir es bei der Umstellung noch deutlich schwerer hatten. Es war eine echte Minderheit, die überhaupt einen vernünftigen Browser einsetzte, mit dem tabellenlose Designs erwartungsgemäß angezeigt wurden und man nicht tausen Hacks kennen musste um die realexistierenden Browser im Feld (öh Netz) zu bedienen.

    Lang lang ist’s her. Meine ersten Gehversuche stammen von 2004.

  3. creisi Says:

    Oh ja, das war früher wirklich ein Kampf. Meine erste Website mit einem (fast) reinen css-Layout hatte ich anfang 2003 gemacht noch mit einem separaten Style für den Netscape 4.x. Ich hatte bestimmt doppelt so lange gebraucht, wie ich für ein Tabellen-Layout gebraucht hätte, und es hat viele Nerven gekostet.

  4. Silke Schümann Says:

    2003 … boah. Da betrachtete ich die Technik noch nicht als alltagstauglich.

  5. creisi Says:

    War sie auch nicht wirklich. Aber das war ein relativ einfaches Layout, also eine gute Gelegenheit, mit css Layouts zu beginnen.

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