Ein handgezeichnetes Flashformular

Silke Schümann wrote this 14:43:

Smashingmagazine stellt Websites vor, die Handzeichnungen für Webdesign-Elemente verwenden. Hierbei handelt es sich überwiegend um Flashsites. Und zugegeben die Zeichnungen sind schön, es macht Spaß die Seiten abzuklappern. Mel Kadel zeichnet herrlich (übrigens keine Flashsite, sonder iFrame und Javascript). Auch (diesmal Flashsite) Heather Sloane macht Spass. Preise für gutes Webdesign habe ich bisher aber noch nicht gesehen (ich habe nicht alle angesehen, manche Vorschau reizt mich schlicht nicht). Gute Zeichner sind nicht notwendigerweise gute Webdesigner. In meinem persönlich favorisierten Fenster 1280×1024 begeisterte mich das Kontaktformular von Christian Sparrow:

Formular gezeichnet

Wie bei einer Flashsite so üblich keine Direktverlinkung möglich, was aber nicht das schlimmste Übel ist, denn das Formular hielt dem Screenshot 1024×768 nicht stand:

Formular wie eine Kinderpapptheaterbühne gestaltet

Wie man nur unschwer erkennen kann ist nun der Sendbutton hinterm Horizont verschwunden. Auch wenn ein Klick auf das kleine Hochhaus neben dem spitzen Hochhaus vermutlich die Sendefunktion noch beinhaltet, so ist das Formular damit im Grunde untergegangen. Hier fehlt für kleinere Auflösungen definitiv eine Skrollfunktion oder aber (schließlich ist es eine Flashsite) ein Zoomfaktor.

Wie dem auch sei, das Formular selbst in seinem schlichten gezeichneten Stil ist etwas, das man wohl getroßt auch ins eigene Repertoir aufnehmen kann. Auch Packpapier bzw. brauner Zeichenkarton als solches ist nicht so ungewöhnlich, dass man sich schämen müsste, macht man ein eigenes Design damit. Zeichenelemente als solches sind auch nicht so abwegig. Allein die Idee des gebastelten Kindertheaters mit den Wolken am Bändel und das ganze drum und dran, ist so unique und schön, es fiele mir nicht im Traum ein, das zu plagiatieren. Das finde ich einfach klasse. Fast perfekt, sieht man einmal vom Umstand ab, dass es eine Flashsite ist. Ja dem einfachen HTML fehlen schnickschnack Überblendungen. Ja, ich weiß der IE hat welche in seinen proprietären Filtern … proprietär zählt nicht. Crossbrowser ist da nichts. Allenfalls via Javascript und da durchaus auch als barrierearmes DOM-Scripting möglich und crossbrowserfähig. Damit behält man seinen maschinenlesbaren, marked up Text und kann, wenn man nicht gerade heftig in die Ajax-Kiste greift die Browserhistory erhalten, Bookmarking und Deeplinking erhalten, eben all die Dinge, das Web so stark mit einander vernetzt und kommunikativ macht. Auf diesen Wasserwabble-Effekt (der vermutlich fertig in der Flashbibliothek rumtreibt) muss man mit Javacript nicht verzichten, das ist machbar, alles was es braucht, ist ein verdeckendes, transparentes DIV mit einer horizontal gekachelten Wellengrafik, die sich nach unten aus dem Screen bewegt und dabei die CSS-Position der Hintergrundkachel in der horizontalen vorwärtsschiebt. Relativ einfache Übrung für geübte Javascriptler. BTW: auch die Wolken sind denkbar einfach im barrierenarmen DOM und JS und können bei PNG mit Alphatransparenz effektvoll vor und hinter der Goldengate-Bridge vorbei wandern.

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