Am Anfang steht das Wort

Silke Schümann wrote this 17:02:

Bevor der Designprozess beginnen kann, müssen einige Fragen geklärt werden. Die erste Frage die sich stellt? Wie lautet die Botschaft oder biblisch ausgedrückt: “Am Anfang war das Wort.”

Steht erst einmal die Botschaft, beginnt die nächste Station. Für wen ist die Botschaft gedacht? Wie ist der, der die Botschaft empfängt gestrickt? Wie ist derjenige, der die Botschaft vertreten soll gestrickt? Welche Erwartungen löst Produkt, Unternehmen, das Wort aus oder besser soll es auslösen?

Sind diese Fragen geklärt, beginnt der Designprozess.

Welche Geschichte transportiert die Botschaft, stärkt den Sender und wird vom Empfänger unterstützt? Welche Farben, Formen und/oder Abläufe, etc. führen ans Ziel? Diesen ersten theoretischen Designprozess kann der Designer bereits allein vollziehen, doch meist ist es die gemeinsame Phase, kurz bevor der Designer in sein stilles Kämmerlein verschwindet. Leider bleibt nicht selten diese Planungsphase in den Kinderschuhen stecken, insbesondere wenn es darum geht, dass sich der Sender (in anderen Worten Auftraggeber) öffnet und auf einer sehr rudimentären Ebene Neigungen und Abneigungen zu Farben und Formen preisgeben soll.

So kommt es, dass der Kunde fertige Designs aus dem Netz greift und den Designer mehr oder minder zum Plagiat auffordert oder ohne Rücksicht auf das Gesamtbild die verschiedensten Stilelemente in seinem neuen Design vereinen will. So mancher Designer erinnert sich an Forderungen um Modetrends zu entsprechen. “Designer! Gib den Bildern Schlagschatten” “Yes, Mylord. At your Service, Mylord.” (… after all he’s the one, who provides food and shelter … does he not?)